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Geschichte von GBH

Giardini Botanici Hanbury

Geschichte vom Giardini Botanici Hanbury

La Mortola, Ventimiglia - Imperia
Geschichte aus dem Prospekt, deutsche Ausgabe von 2001

Dem englischen Adligen, der als steinreicher Mann aus dem Fernen Osten zurückgekehrt war, erschien das kleine Kap sofort wie ein kleines Paradies: ein grüner Abhang, der in eine ins tiefblaue, ruhige Meer hinausragende Landspitze mündete, dicht bewachsen mit Olivenhainen, Agrumenpflanzungen und Weinbergen und seitlich umsäumt vom üppigen, tiefgrünen Teppich der mittelländischen "Macchia". Im Jahre 1867 begann Sir Thomas Hanbury nach den ersten Kaufverhandlungen, mit Hilfe seines Bruders Daniel - einem berühmten Pharmakologen - sich des Gartens anzunehmen, der einer der bedeutendsten botanischen Garten der Welt werden sollte.
Erfolgreichen Forschern wie Gustav Cronemayer, Kurt Dinter, Alwin Berger verdankte der Garten seine aussergewöhnliche Pracht. Der im Jahre 1883 erstmalig verfasste Index seminum enthielt ca. 600 verschiedenerlei Samenarten, während der 1889 veröffentlichte erste Katalog über die im Garten gezüchteten Pflanzen die Namen von 3500 Arten enthielt; der im Jahre 1912 veröffentlichte dritte Katalog beinhaltete 5800 Arten. Daniel Hanbury war im Jahre 1875 vorzeitig verstorben. Thomas, seinhellsichtiger und weit blickender Mäzen, war ihm 1907 gefolgt und hinterliess seinen Sohn Cecil als Erben. Nach dem ersten Weltkrieg widmete sich Cecils Frau, Lady Dorothy, mit grosser Tatkraft dem Restaurieungsarbeiten für den Garten. Während
des zweiten Weltkriegs wurde der Garten zum "Niemandsland": er war Schauplatz von Truppendurchmärschen Der im Jahre 1883 erstmalig verfasste Index seminum enthielt ca. 600 verschiedenerlei Samenarten, während der 1889 veröffent-
lichte erste Katalog über die im Garten gezüchteten Pflanzen die Namen von 3500 Arten enthielt; der im Jahre 1912 veröffentlichte dritte Katalog beinhaltete 5800 Arten.
Daniel Hanbury war im Jahre 1875 vorzeitig verstorben. Thomas, sein hellsichtiger und weit blickender Mäzen, war ihm 1907 gefolgt und hinterliess seinen Sohn Cecil als Erben. Nach dem ersten Weltkrieg widmete sich Cecils Frau, Lady Dorothy, mit grosser Tatkraft dem Restaurieungsarbeiten für den Garten. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Garten zum "Niemandsland": er war Schauplatz von Truppendurchmärschen und wiederholtem Vandalismus. Im Jahre 1960 verkaufte Lady Dorothy den Besitz an den italienischen Staat, wobei die Auflage der Unverkäuflichkeit gewährleistet werden musste. Der Garten wurde der Leitung des Internationalem Institut für Ligurische Studien anvertraut, und für den Garten begann eine schwierige Restaurationszeit, die vor allem aufgrund der absolut unzugänglichen finanziellen Mittel, die erforderlich waren, sehr erschwert wurden. Nach dem sich das Institut zurückzog, übernahm die Universität Genua im Jahre 1983 die Leitung, doch kam es erst 1987 zur tatsächlichen X Übergabe. Jetzt gewinnt der Garten nach und nach wieder sein ehemaliges prachtvolles Gepräge. Auf einer Gesamtausdehnung von 18 Hektar, sind 9 von einer spontan wachsenden Art bewachsen (hauptsächlich Aleppo-Pinien und mittelländische "Macchia"), 9 von exotischer Flora: die herrlich aus fernen Ländern der Welt stammenden Exemplare legen Zeugnis ab von der ausserordentlichen Potentialität des Gartens als Akklimatisierungsort für Pflanzen, die vollständig andere ökologische Verhältnisse beanspruchen. Besonders erwähnenswert sind die Pflanzen der australianischen Wälder, die saftstrotzenden, üppigen Gewächse aus verschiedenen Wüsten des Erdballs, die Arten, die den japanischen Garten bilden, die Zykadeen aus dem Fernen Osten: ein magischer Gesamteindruck aus Formen, Farben, Düften, die unsere Gedanken in ferne Länder wandern lassen, ein unglaublicher Zusammenklang überfeinerte Anpassung an das hiesige Klima.
Pflanzen, die in der Natur unendlich weit voneinander gedeihen: zur Augenweide und zum Studium für jene, die die Vorteile und das Wissen um die Pflanzenwelt vertiefen möchten.
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Die vier Fotos sind von der Homepage "Der Garten Hanbury bei Ventimiglia"

 
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